14. November 2009
Statthalterin Darth Maader hat (die Türe zum Growland) zugeschlagen!

Der Grossvater der Hanfbewegung spricht:
« Wer seid Ihr, Ihr Menschenrichter, dass Ihr eine heilige Pflanze, die Gott zu unsrer Freud und Nutzen hat spriessen lassen, zu verbieten trachtet? »
Ihr lieben Richter,
Ich kann mir kaum vorstellen, dass Ihr durch und durch falschgewickelt oder böse seid. Daher frage ich mich, warum Ihr so sehr auf Euren Irrtümern beharrt, dass Ihr sogar den heiligsten aller Rechtsgrundsätze, "In Dubio pro Reo", ad Absurdum führt!
Damit macht Ihr meinen Fall doch nur wichtiger, als er eigentlich ist! (BG-Urteil vom 26.August 2009)
1993 am 7.August eröffnete ich an der Münstergasse 12 in Bern, in einem Keller, das 1. Hanflädeli Europas.
Zuerst kam das Fernsehen, dann die Polizei. Alle tranken einen Kaffee, und die Polizei sahen wir dann erst am Abend wieder, als sie unsere übriggebliebenen Hanfblätter einsammelten. (Art. 19 BtmG, Zustatztext: Nur die Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze und das Harz fallen unter das BtmG, und auch nur dann, wenn daraus Betäubungsmittel gewonnen werden sollen. Also ganz klar KEINE Blätter). Dafür wurden wir dann auch freigesprochen.
Das Hanflädeli war nicht aus Gründen der Geldakkumulation eröffnet worden. Vielmehr entstand es aus der Hanfbewegung (damals der Hanfverein, VSHF, wovon ich 10 Jahre lang Vizepräsident war), und die klaren Beweggründe waren Information, Ökologie und Legalisierung!
Eines Tages, 1 1/2 Jahre vor der Eröffnung, stellte ein Bekannter eine riesige Kiste mit Steinwollklötzen (zum Anbau unter Kunstlicht) in mein winzig kleines Kunsthandwerk-Lädeli an der Münstergasse und erklärte der Verkäuferin, sie müsse dies jetzt verkaufen. Die hatte natürlich keine Ahnung von der Sache, und ich auch nicht, und so stand die Kiste bald einmal bei mir zu Haus und wartete darauf, ihr Geheimnis zu lüften.
Dies war dann praktisch unser erstes Hanflädeli-Inventar...
Ein ganzes Jahr blieben wir in der Schweiz die einzigen auf weiter Flur. In Amsterdam eröffnete einen Monat nach uns der C.I.A. (Cannabis In Amsterdam), das zweite Hanflädeli Europas. Die sonst so schnellen Zürcher schauten erstmals ein Jahr lang zu, ob wir überleben würden oder nicht...Die langsamen Berner hatten punkto Hanf alle anderen im Rennen geschlagen!
« Der Stolz von Bern: Das erste Hanflaedeli Europas! »
1995 hatte ich ein längeres Gespräch mit Dr. Alfred Vogel, dem berühmten Basler Naturarzt. Ich zeigte ihm den Riesenstapel an positiven Presseberichten bezüglich Hanf, die sich inzwischen angehäuft hatten. Praktisch auf seinem Totenbett nahm er daraufhin von mir das Versprechen ab, alles in meiner Macht stehende zu tun, um Hanf seinen ihm zustehenden Platz unter den Heil-und-Nutzpflanzen wieder zu verschaffen. Ich habe mein Möglichstes getan!
Februar 1996 zogen wir dann um ins schöne und grosse Lokal an der Herrengasse 30 und fügten den Namen "Growland" dem Hanflädeli bei, um ein bisschen internationaler auftreten zu können. Dadurch konnten wir die heilige Hanfpflanze in all ihrer Schönheit und Nützlichkeit präsentieren. Vom Sämli, bis zur gewobenen Faser, gedruckten Buch, Getränken und Lebensmitteln, Baumaterial, Oelfarbe, vom Steckling bis zum ausgewachsenen Bäumchen, all dies konnten wir ausstellen und präsentieren.
Wie Alt-Bundesrat Couchepin bei seinem Besuch im Frühling 2004 bemerkt hatte: "Es erinnert mich an eine Landwirtschaftsschule..."
1998 erst, gegen Herbst zu, begannen wir auch Freiland-Hanfblüten in Duftsäckli zu verkaufen.
Am Anfang war der Freiland-Hanf aus den Händen von J.P.Egger nicht viel mehr als Vogelfutter und Heu, und die Säckli kosteten denn auch nur 12 Sfr. für 10g und fanden sehr geringen Anklang. Später brachten andere Bauern, die aus unseren Büchern oder auch aus Erfahrung, gelernt hatten, wie man auch auf grossen Feldern, anständigen Biohanf anbaut, wesentlich bessere und samenarme, wenn auch teurere Ware in den Laden. So stieg der Preis auf 30.-- für 10g, und dort blieb er auch 4 Jahre lang.
Eine anständige Freiland Qualität zu einem absolut günstigen Preis, (Indoor Gras kostete schon damals bis zu 15 Sfr. Pro Gramm!), d.h. ein wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis. Unser Prinzip war von Anfang an: "1 Säckli pro Tag pro Nase (weil es sich nicht lohnte, aus so einer kleinen Menge Betäubungsmittel zu gewinnen. Merke: Gewinnung heisst auf Französisch EXTRACTION!), NUR Freilandhanf, kein Indoor und NUR an Erwachsene!"
Wir betrieben bereits aktiven Jugendschutz, als noch niemand auch nur davon gesprochen hatte.
Ich hatte mich noch nie so recht mit AKW's anfreunden können, und so blieb denn der Indoor Anbau mit Lampen eher ein Seitenzweig unseres Geschäftes. Erst mit zunehmender Repression mussten wir uns sagen:
« Wägg vo Gass und Dealerei, Säubschtabau macht frei! »
Und wer keinen Garten oder grossen Balkon oder einen Freund auf dem Lande hatte, dem blieben nur sein Keller, Badzimmer, Estrich, Kleiderschrank oder Toilette übrig.
Also war das verschärfte Vorgehen gegen die Hanfbauern wieder einmal kontraproduktiv, denn die behördliche Schlacht gegen den Freilandhanf trieb die Leute erst recht dazu, "Lampengras" zu produzieren!
« Wer heute noch für die Prohibition eintritt, macht sich verdächtig, daran zu verdienen! »
Nun, wir verdienten am Umstand, dass dem Wortlaut des Gesetzes nach Hanfblüten noch kein Extrakt, Tinktur oder Konzentrat darstellten, d.h. wir verdienten an der Legalität! Und der Staat verdiente tüchtig mit. Dreimal mehr als unser Reingewinn betrugen insgesamt die Staatsabgaben für MwSt., AHV/IV, UVG/BVG, Gewinnsteuern und private Steuern (Ende 1998 bis September 2002)!
Ich hatte eigentlich nie mit viel Geld gerechnet, als ich den Hanfladen gegründet habe. Und als das Geld dann doch zu fliessen begann, wollte ich es nicht für mich behalten. Ich bin Hinduistischer Mönch, und ich empfinde Besitz eher als Belastung. Doch wenn ich damit Menschen helfen kann, dann tue ich dies auch.
Für mich selbst brauche ich nicht viel: Vegetarische Mahlzeiten kosten in Asien nicht einmal 1 Sfr. und ein Dach über dem Kopf finde ich in jedem Tempel. Was ich zum Leben brauche, dafür sorgen die Götter Ganesha und Shiva schon…
Also habe ich in Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt, 1000en von Menschen gesunde Mahlzeiten geschenkt und 100en von Menschen zwischenzeitlich Arbeit gegeben, unter anderem durch die Quersubventionierung einer eigenen Kleiderlinie: "Growline".
Ich habe einen Tempel gebaut, weil im Hinduistisch/Vedischen System der Tempel die Sozialwerke ersetzt! Ich habe ein Gesundheitszentrum projektiert und mit dem Bau begonnen, ein Zentrum, wo Heiler aus aller Welt für die Armen umsonst und für die Bessergestellten gegen Entgelt gearbeitet hätten.
Alternative Heilmethoden zu fördern wie Ayurveda, Colonics, Akkupunktur, diverse Massagetherapien, Reiki, Naturheilkunde, Yoga, Meditation, holistische Ernährung usw. und die Entwicklung neuer pflanzlicher Heilmittel war die Absicht.
Als aber 2002 durch die fehlgeleiteten Behörden der Hanfverkauf gestoppt wurde, konnte das Projekt nicht fertiggestellt werden. Heute dient das Land dort zum Gemüseanbau…und würde ich dieses Land verkaufen können, was momentan aufgrund der politischen Lage praktisch unmöglich ist, müsste ich mehrere Familien auf die Strasse stellen; denn nun will der Staat noch mehr Geld von mir, als hätte er nicht schon genug am Hanf verdient!
60‘000.— plus 5000.— Gerichtskosten lautet die Summe gemäss dem Berner Obergericht, die ich angeblich von 2005 bis 2007 aus „illegalem“ Hanfverkauf verdient hätte, ein Gewinn bzw. Verkauf, den ich NIE gemacht habe! Statt dessen habe ich 5 Jahre gratis und umsonst gearbeitet und auch noch einen Haufen Geld in den Laden zurückgeführt!
Ja soll ich denn den Tempel, den ich dem Nepalesischen Volk geschenkt habe, nun ins Handgepäck stecken und nach Bern bringen und in die Staatskasse legen? Es sind ja nur ein paar Tonnen an Steinen und Ziegeln…
Nach der Razzia im Juli 2002 habe ich ein striktes Verbot erlassen, was den Verkauf von Genusshanf anbelangte. Ein weiterer Verkauf hätte bedeutet, uns selbst zu verheizen!
Von 2002 bis 2007 brachten wir das Hanflädeli mehr schlecht als recht über die Runden.
Dieses Symbol der Freiheit und Rechtsgleichheit, diese Legende, die so vielen Leuten Mut gemacht und den Glauben an Gerechtigkeit zurückgegeben hat, dieses Mahnmal durfte aber nicht sterben!
Also habe ich Hunderttausende von Franken an Steuerrückvergütungen, AHV-Rückzahlungen, Krediten, und geliehenes Geld aus Nepal in die Aufrechterhaltung dieses freien Landes namens Grow-Land gesteckt! („Growland ist Hanfland, Hanfland ist Switzerland“...Schweizer Freilandhanf gilt Europaweit als der Beste überhaupt!)
Dass der Laden ohne Hanf nicht selbsttragend war, verdankte er dem Umstand, dass wir den Indoor-Anbau nicht unbedingt förderten, statt dessen den grössten Teil der Ladenfläche für Ökoprodukte wie Hanfkleider, Teppiche und Lebensmittel verwendeten.
Auch wollte ich es keinem Angestellten zumuten, diesen grossen Laden allein führen zu müssen, und dadurch entstanden hohe Kosten, die sich aufs Jahr hinaus natürlich zusammenläpperten.
Und da waren diese Hoffnungslichter am Horizont, Hoffnung auf eine vernünftige Lösung in Sachen Cannabis:
Dafür senkten sie bei der ersten Sitzung Oktober 2003 die Zölle auf harten Alkoholika um 60%, und bei der zweiten Sitzung im Sommer 2004 wurde gar die stärkste aller Alkoholika, die „Grüne Fee“ (Absinth) legalisiert! Als wenn wir nicht schon genug Alkoholiker hätten...
Es sah beinahe aus wie eine Verschwörung der Alkohollobby gegen den Hanf. (BG-Urteil August 1991: Hanf ist weniger schädlich als Alkohol!)
Inzwischen haben Sie sogar den guten alten "Haschischfixer" und die "Einstiegsdroge" wieder ausgegraben, und die seit 1968 längst widerlegten Märchen erneut zum Leben erweckt!
Die 68.1 % Neinsager haben damit aber nicht zugleich einer Verschärfung der Hanf-Gesetze zugestimmt, wie es gewisse Leute zu interpretieren scheinen!
Nach der Ablehnung der Initiative wollte ich den Laden schliessen. Ich war müde, und langsam wurde das Geld immer knapper, aber die Behörden sind mir zuvorgekommen, indem sie das Growland im August 2007, nach einer erneuten Razzia und Beschlagnahme von Genusshanf selber geschlossen haben.
Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt bereits seit 2.5 Monaten in Asien. Der angebliche Lieferant ist freigesprochen worden! Die Belastungszeugen widersprechen sich. Meine Schuld liegt höchstens darin, dass ich meiner Aufsichtspflicht nicht nachkommen konnte.
Und wie das Bundesgericht bestätigt, ist meine Schuld nicht bewiesen! Trotzdem soll ich für 2 Jahre ins Gefängnis und einen Haufen Geld bezahlen, das ich nicht besitze und nie verdient habe! (Growland wurde am 21. Dezember 2007 unter einem neuen Inhaber wieder geöffnet.)
Hätte ich nach der Razzia 02 den Laden geschlossen, wäre ich heute ein gemachter Mann, bräuchte nicht mehr zu arbeiten und müsste mich nicht mit Gerichten herumschlagen und um meine letzten, übriggebliebenes Werte bangen, die ich mir mit harter Arbeit in den letzten 35 Jahren verdient habe, Besitztümer, die ich nicht dem reichen Schweizer Staat schenken will, sondern mit meinen Nepalesischen Brüdern und Schwestern zu teilen gedenke!
« Was ist aus Dir geworden, geliebtes Schwytzerländli? Deine Gründer hatten noch "Freiheit und Brüderlichkeit" (später sicher auch Schwesterlichkeit) auf ihren Fahnen stehen. Und früher wurden Minderheiten freundlich respektiert und nicht rassistisch diskriminiert! »
Heut hast Du Dich zum Schuhabstreifer der Geldmafia erniedrigt. Du folgst den Befehlen von grosskriminellen Unternehmen (z.B. Monsanto…), beherbergst Kinderschänder, Massenmörder und Folterknechte, machst die Ärmsten der Armen noch ärmer mit neuen Gesetzen und hast bereits nach den Jenischen und den Hippies/Hanfern den dritten Kulturgenozid, diesmal gegen die letzten Naturheiler und Schamanen dieser Erde eingeläutet. Und Deine Kinder steckst Du ins Gefängnis, WEGEN HANF!
Und wie Polo Hofer singt: "Nume wägem Gäld!" Schämt Euch, Ihr Politiker, Richter und Staatsanwälte, die Ihr Eure Augen immer wieder vor der Wahrheit verschliesst!
Hanf hat mich gelehrt zu SEHEN, zu HÖREN und zu SPÜREN. Auch wenn ich heute kaum noch konsumiere, so werde ich Gott Shiva und seinem Brot (vergleiche dazu den Wein des Abendmahls…) mein Leben lang dankbar sein, und mit dem Herzen auch stets bei der Hanfbewegung mit fiebern. Aber ansonsten werde ich mich zurückziehen. Ich bin körperlich ein Wrack, von zu vielen durchgearbeiteten 20-Stunden-Tagen und 7-Tage-Wochen, und nach 36 Jahren Aktivität in Sachen Hanf, bin ich müde, und denke, ich habe etwas Ruhe verdient.
Es mögen Andere, Jüngere, mit mehr Elan als ich ihn noch übrig habe, die gerechte Sache übernehmen und hoffentlich nicht erst in 300 Jahren (solange musste die letzte in der Schweiz hingerichtete Hexe auf Rehabilitation warten, wie Radio DRS am Tag unserer Urteilsverkündigung berichtete!) zu einem guten Ende führen.
Die Hoffnung kommt jetzt von dort, wo vorher die Verteufelung der heiligen Wunderpflanze erstmals begann, aus Amerika...
Bereits haben 15 Staaten „Cannabis als Medizin“ legalisiert!
Mit hanfheiligen Grüssen,
A. Stafforte
P.S.:
Obwohl kein einziges einschlägiges Urteil bezüglich Hanfsamen existiert, und obwohl das Hanflädeli diese seit bald 20 Jahren unbehelligt importiert, verzollt und verkauft hat, wurde am 6. Oktober das Growland vom Regierungsstatthalteramt Bern wegen „Verkaufs von Hanfsamen“ erneut geschlossen. Growland ist schweizweit das einzige Geschäft, das überhaupt Probleme wegen Samen bekommen hat. Und weiterhin werden Hanfsamen im Internet und in über zwanzig Ladengeschäften auch im Kanton Bern offen verkauft. Pikantes Detail dabei ist, dass der Inhaber bereits am 1. Oktober 09 erneut gewechselt hat.
Sie hauen den Sack, und meinen den Esel!
Spenden für meinen Auftritt beim Gericht für Menschenrechte in Strassburg bitte an:
Growland GmbH, Herrengasse 30, 3011 Bern, PC Kto No 30-139650-5 mit dem Vermerk "Strassburg" überweisen, danke.